Ohne Neymar, Messi oder Mbappe: PSG vor historischem Titel – Perfekte Saison in Reichweite?

Paris Saint-Germain steht kurz davor, die französische Meisterschaft erneut zu gewinnen – und könnte dabei ein Kunststück vollbringen, das selbst Neymar, Messi und Mbappé nie gelungen ist. Noch ungeschlagen nach 27 Spieltagen, winkt dem Team von Luis Enrique eine historische Saison. Doch der Coach warnt vor zu großen Erwartungen.

Der brasilianische Stürmer Neymar (L) von Paris Saint-Germain feiert mit dem argentinischen Stürmer Lionel Messi (R) und dem marokkanischen Verteidiger Achraf Hakimi (C) von Paris Saint-Germain nach einem Tor im französischen Fußballspiel der L1 zwischen Paris Saint-Germain (PSG) und dem FC Lorient im Stadion Parc des Princes in Paris am 3. April 2022. (Foto: FRANCK FIFE / AFP)
Der brasilianische Stürmer Neymar (L) von Paris Saint-Germain feiert mit dem argentinischen Stürmer Lionel Messi (R) und dem marokkanischen Verteidiger Achraf Hakimi (C) von Paris Saint-Germain nach einem Tor im französischen Fußballspiel der L1 zwischen Paris Saint-Germain (PSG) und dem FC Lorient im Stadion Parc des Princes in Paris am 3. April 2022. (Foto: FRANCK FIFE / AFP)

PSG: Auf dem Weg zur perfekten Saison

Der Titel in der Ligue 1 ist für Paris Saint-Germain in dieser Spielzeit mehr Pflicht als Kür. Seit Jahren dominiert der Klub die französische Liga – mit enormem finanziellen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Der elfte Titel in 13 Jahren scheint nur Formsache: Bereits am Samstag könnte PSG mit einem Remis gegen Angers SCO uneinholbar vorne liegen. Viel spannender ist jedoch die Frage, ob das Team eine Saison ohne Niederlage schafft – ein Novum in Frankreich.

Trainer Luis Enrique bleibt bescheiden: „Wir sind nicht unbesiegbar, keine Filmhelden.“ Doch die Realität sieht anders aus. PSG ist bislang ungeschlagen und stellt mit Spielern wie Dembélé, Hakimi oder Marquinhos eine eingespielte und fokussierte Mannschaft. Perfektion? Vielleicht nicht – aber verdammt nah dran.

Vom Starensemble zur echten Mannschaft

Früher lebte PSG vom Glanz seiner Superstars. Neymar, Messi, Mbappé – große Namen, große Egos. Heute steht die Mannschaft im Mittelpunkt. Ousmane Dembélé ist das beste Beispiel: Der frühere BVB-Flügelflitzer erlebt seine stärkste Saison überhaupt und kommt in allen Wettbewerben bereits auf 32 Tore. Sein Teamkollege Kylian Mbappé, der PSG im Sommer verlässt, zeigt sich gerührt: „Zu sehen, was er erreicht, berührt mich persönlich.“

Auch junge Spieler wie Désiré Doué (19) und der erfahrene Kapitän Marquinhos (30) prägen das neue Gesicht des Teams. Die Zeiten der Einzelkünstler scheinen vorbei – Paris spielt mannschaftsdienlich, abgeklärt und dominant. Das Ziel: Nicht nur Meister werden, sondern Geschichte schreiben.

Mehr als nur die Liga: PSG peilt das Triple an

Der nationale Titel ist fast sicher, doch PSG will mehr. Im französischen Pokalfinale am 24. Mai wartet Stade Reims – machbar. In der Champions League sorgte das Team mit dem Aus gegen den FC Liverpool bereits für Aufsehen. Nächster Gegner im Viertelfinale: Aston Villa. Das Hinspiel steigt am Dienstagabend um 21 Uhr (live bei DAZN).

Luis Enrique hat die Ambitionen klar formuliert: „Wir wollen in Frankreich und Europa dominieren.“ Sollte das gelingen, wäre PSG endgültig auf dem Weg, sich einen Platz in den Geschichtsbüchern zu sichern – als erste französische Mannschaft mit einer makellosen Saison.