Im Halbfinale des DFB-Pokals kommt es heute am Mittwochabend zum Duell zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig. Die Partie verspricht nicht nur sportliche Brisanz, sondern ist auch ein echter Stimmungstest für beide Teams. Während Leipzig unter Neu-Coach Zsolt Löw einen Neuanfang wagt, wittert der VfB seine große Chance auf das Finale in Berlin. Anstoß ist um 20:45 Uhr in der MHPArena – live zu sehen im ZDF und bei Sky.
Aufstellungen heute VfB Stuttgart – RB Leipzig
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Zuschauer: 60.000 (ausverkauft)
VfB Stuttgart: Zwei Siege in Folge gegen Leipzig geben Rückenwind
Obwohl die Bundesliga-Ergebnisse zuletzt nicht mehr ganz den Erwartungen entsprachen, geht der VfB mit einer klaren Botschaft ins Pokalduell: In den letzten beiden Heimspielen gegen RB Leipzig gab es zwei Siege (2:1 und 5:2). Dieses Selbstvertrauen will die Mannschaft von Sebastian Hoeneß ins Halbfinale mitnehmen.
Die Schwaben treten zum zweiten Mal in drei Jahren im Pokalhalbfinale an – mit dem klaren Ziel, diesmal den Schritt ins Endspiel zu machen. Der direkte Vergleich spricht für Stuttgart, aber die Partie wird vor allem ein Test für die mentale Stärke des Teams. Der Schlüssel wird sein, die Partie kontrolliert und fokussiert anzugehen – besonders in den entscheidenden Spielminuten.
Leipzig unter Zsolt Löw: Noch auf der Suche nach Konstanz
RB Leipzig steht nach dem Trainerwechsel unter Zsolt Löw vor einer ungewissen Zukunft. Die Leistungen der letzten Wochen waren wechselhaft, und gerade auswärts tut sich das Team immer wieder schwer. Dennoch verfügen die Sachsen über genug individuelle Qualität, um ein Spiel wie dieses für sich zu entscheiden – vorausgesetzt, sie finden zu ihrer spielerischen Linie.
Mit Spielern wie Dani Olmo, Xavi Simons und Loïs Openda ist das Potenzial da, Stuttgart unter Druck zu setzen. Entscheidend wird sein, wie mutig Leipzig auftritt – und ob es gelingt, die oft kompakte Defensive der Schwaben zu knacken.
Karazor über Finalchance: „So groß wie nie“
VfB-Kapitän Atakan Karazor bringt die Stimmung auf den Punkt: „Wir sind heiß aufs Finale.“ Der Mittelfeldspieler sieht die Finalchance so groß wie nie und verweist auf die gute Pokalform der Mannschaft. Für ihn ist das Endspiel im Berliner Olympiastadion „etwas Einmaliges“ – ein Ziel, das den ganzen Klub elektrisiert.
Karazor betont: „Wir haben im Pokal immer ein gutes Gesicht gezeigt. Jetzt gilt es, eine erwachsene Partie abzuliefern und gerade in der Schlussphase ruhig zu bleiben.“ Diese Reife, sagt er, sei entscheidend für den Finaleinzug.
Quotenboost für VfB-Sieg – aber Außenseiterrolle bleibt
Wettanbieter wie Tipico bieten derzeit einen Quotenboost von 11,00 auf einen VfB-Sieg in der regulären Spielzeit – ein klares Signal, dass Stuttgart als Außenseiter ins Spiel geht. Doch angesichts der jüngsten Direktduelle und der Motivation im Team sollte man die Schwaben nicht unterschätzen.
Die Rollenverteilung mag klar erscheinen, doch im Pokal zählt mehr als nur Statistik: Wille, Tagesform und Nervenstärke entscheiden. Stuttgart hat in diesem Wettbewerb regelmäßig überrascht – vielleicht ist auch diesmal etwas drin.