Die Heim-EM 2024 hat sich für die UEFA nicht nur sportlich, sondern vor allem finanziell gelohnt. Mit einem Rekorderlös von fast 2,5 Milliarden Euro aus dem Turnier in Deutschland bricht der europäische Fußballverband alle bisherigen Einnahmerekorde.
EM 2024 übertrifft Frankreich deutlich
Wie UEFA-Finanzdirektor Josef Koller beim 49. UEFA-Kongress in Belgrad erklärte, lagen die Einnahmen aus der Europameisterschaft in Deutschland rund 600 Millionen Euro über dem bisherigen Spitzenwert, der 2016 in Frankreich erzielt wurde. Das entspricht einem Plus von rund 30 Prozent. Der Reingewinn aus dem Turnier betrug beeindruckende 1,276 Milliarden Euro – ein seltener finanzieller Höhenflug im europäischen Verbandsfußball.
Klubwettbewerbe tragen zusätzlich zum Rekord bei
Doch nicht nur das Turnier im eigenen Land ließ die Kassen der UEFA klingeln. Auch die internationalen Klubwettbewerbe wie Champions League, Europa League und Conference League trugen maßgeblich zum finanziellen Rekord bei. Insgesamt verbuchte die UEFA im Geschäftsjahr 2023/24 Einnahmen von 6,8 Milliarden Euro – ein Anstieg um eine Milliarde gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2020/21.
Nur ein kleiner Teil bleibt als Gewinn
Trotz dieser enormen Summen bleibt nach Abzug aller Kosten und Rückflüsse an Verbände und Vereine nur ein Bruchteil als Gewinn übrig. Vom Gesamtumsatz von 6,8 Milliarden Euro behielt der Verband lediglich 200 Millionen Euro als Nettogewinn ein. Das zeigt: Auch im Milliardenbusiness Fußball sind hohe Umsätze nicht automatisch gleichbedeutend mit üppigen Gewinnen.